Der Skiurlaub steht vor der Tür, die Wintersachen liegen bereits parat und auch die Kamera darf nicht fehlen, um die schönsten Momente oder eine wunderschöne Winterlandschaft festzuhalten. Der Winter bietet für Fotografen einige Herausforderungen. Die folgenden Tipps sollen Ihnen dabei helfen, Wintermotive perfekt zu fotografieren.

Tücken beim Fotografieren gekonnt austricksen

Unterbelichtung

Im Winter gibt es für den Fotografen einige Stolperfallen zu umgehen. So kann es passieren, dass man eine tolle weiße Winterlandschaft fotografiert und dann bemerkt, dass das Bild unterbelichtet ist. Das liegt daran, dass größere weiße Flächen den Belichtungsmesser der Kamera irritieren. Die Belichtungsautomatik registriert zu viel Licht und die Blende wird geschlossen.

Über die Funktion "Belichtungskorrektur" können Sie Einstellungen vornehmen, um eine Unterbelichtung zu vermeiden. Seien Sie experimentierfreudig und wählen Sie die optimale Einstellung aus. Sie können jedoch auch den ISO-Wert ändern, falls Ihre Kamera über diese Funktion nicht verfügt. Wenn Sie den ISO-Wert um die Hälfte reduzieren, verdoppelt sich auch die Lichtmenge. Viele Kameras verfügen jedoch auch über spezielle Programme (z.B. "Schnee-Programm").

Es empfiehlt sich, zunächst das Programm zu testen und bei unerwünschten Ergebnissen den ISO-Wert manuell anzupassen. Die Belichtung lässt sich auch am Histogramm ausrichten. Unter "7 Sichere Tipps zum Weihnachtsfest" erfahren Sie mehr zum Einsatz des Histogramms.

Belichtungskorrektur einstellen

Weißabgleich

Weiße Winterlandschaften können durch einen Blaustich verfälscht werden. Um diesen unschönen Effekt zu vermeiden, können Sie bei manchen Kameras den Weißabgleich manuell anpassen. Eine Alternative ist ein "Skylight- oder UV-Fliter, der auf einige Objektive aufgesetzt werden kann.

Das perfekte Wintermotiv

Makroaufnahmen

Suchen Sie nach Details im Motiv. Im Winter lassen sich vielfältige Makroaufnahmen machen. Beispielsweise könnten Sie versuchen verschneite Tannenzapfen, Eisblumen, Äste oder Schneeflocken zu fotografieren. Bei Makroaufnahmen ist vor allem ein fester Kamerastand wesentlich, da die Belichtungszeit länger ist und die Schärfentiefe nur wenige Millimeter beträgt. Mit dem richtigen Stativ können Sie die Kamera in der Regel optimal auf das Motiv ausrichten.

Digitale Kompaktkameras bieten Ihnen bereits ein voreingestelltes Makroprogramm an. Wenn Sie die Möglichkeit haben die Blende einzustellen, dann sollten Sie eine kleine Blende verwenden, um möglichst scharfe Bilder zu bekommen (z.B.: f11 bis f22).

Frostbedeckte Pflanze für Makroaufnahme auswählen

Tipp

Achten Sie bitte darauf, dass die Belichtungszeit bei kleineren Blenden länger ist. Das Motiv sollte also möglichst statisch sein, da ein bewegliches Motiv unweigerlich unscharf wird.

Eine junge Dame im Schnee fotografieren

Portraits

Portraits im Schnee können sich mitunter als schwieriges Unterfangen herausstellen, da der Dynamikumfang nur selten ausreicht, um den Menschen im Vordergrund und den Hintergrund perfekt darzustellen. Meistens entscheidet man sich hier für die bestmögliche Darstellung des Portraits und vernachlässigt den Hintergrund. Die Verwendung eines Blitzes kann hier Abhilfe schaffen.

Eine Schneelandschaft am Morgen fotografieren

Lichtstimmungen einfangen

Gerade in den Morgenstunden lassen sich optimale Farbstimmungen erfassen. Weiche und harmonische Farben und lange Schatten bauen Spannung auf und lassen das Motiv interessant wirken. Noch interessanter können Gegenlichtaufnahmen wirken. Die Sonne gibt dem Schnee besonderen Glanz und die Kanten und Konturen wirken noch intensiver.

Das richtige Equipment

Gerade im Winter ist Vorsicht geboten. Die kalten Temperaturen reduzieren die Akkuleistung. Ideal wäre also wenn Sie möglichst Ersatzakkus mitnehmen und die Akkus nah am Körper tragen, um diese warmzuhalten (z.B. in der Hosentasche oder der Innentasche der Jacke). Aber nicht nur die Akkuleistung kann zum Problem geraten. Die eisigen Minusgrade können Ihrer Kamera schaden. Es empfiehlt sich hier ein Blick in die Bedingungsanleitung, die in den technischen Daten die empfohlenen Betriebstemperaturen nennt.

Tipp

Achten Sie beim Wechsel von kalten zu warmen Temperaturen darauf, die Kamera nicht einem plötzlichen Temperaturwechsel auszusetzen, da sonst die Gefahr besteht, dass sich Kondenswasser im Gehäuse absetzt und diese dann beschädigt wird (z.B. durch einen entstehenden Kurzschluss). Gewöhnen Sie Ihre Kamera also langsam an die Temperaturunterschiede.

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