Tierfotografie im Zoo

So gelingen Ihre Tieraufnahmen.

Fototipp

#19

Tiere sind je nach Gattung entweder niedlich, verspielt, elegant oder majestätisch, groß, klein oder mittelgroß – also kurz gesagt, alle ziemlich verschieden. Eine Sache haben sie jedoch gemeinsam: Im Gegensatz zu professionellen Models machen sie vor der Kamera meistens das, was sie möchten und leider nur in den seltensten Fällen das, was der Fotograf von Ihnen will.
Daher ist das oberste Gebot in der Tierfotografie dieses: Haben Sie Geduld mit Ihren Models und bringen Sie ausreichend Zeit mit, denn wer wenig Zeit für seine Aufnahmen einplant, könnte am Ende enttäuscht werden.
Perfekte Motive für die Tierfotografie bieten Zoos. Erstens findet man dort die unterschiedlichsten Arten von Tieren und zweitens sind sie in den Gehegen meistens leicht auszumachen, so dass es einfacher ist, sie zu fotografieren, als zum Beispiel in der freien Wildbahn.

Die Ausrüstung

Sollten Sie über eine Systemkamera verfügen, so lohnt es sich, sowohl Makrolinsen für die Tiere im Aquarium, als auch ein Teleobjektiv für Tiere in den Gehegen im Gepäck zu haben. Eine echte Arbeitserleichterung ist die Verwendung eines Statives, das dafür sorgt, dass die Bilder bei manueller Einstellung nicht verwackeln und der Fokus optimal eingestellt werden kann. Auch Nutzer einer Kompaktkamera oder eines Smartphones können hiervon profitieren.

Finger weg vom Blitz: Die richtige Voreinstellung

Zebra im Zoo fotografiert

Verwenden Sie natürliches Umgebungslicht. Ein Blitz verursacht oft rote Augen oder kann die Tiere erschrecken. Wer seine Kamera manuell einstellt, sollte bei weniger optimalen Lichtbedingungen zunächst mit Iso-Werten zwischen 400-800 experimentieren und die Verschlusszeit und Blende entsprechend anpassen.
Doch nicht immer sind diese Standartwerte auch sinnvoll. Sollte kein Stativ vorhanden sein, muss die Verschlusszeit verkürzt werden, da sonst das Bild leicht verwackeln kann. Dies ist ab einer Belichtungszeit von 1/60 der Fall. Wird mehr Helligkeit benötigt und die Kamera kann nicht stabilisiert werden (z.B. indem man eine Mauer als Untergrund benutzt), ist die einzige Option, den Iso-Wert weiter hochzusetzen und eine kürzere Verschlusszeit sowie eine größere Blende zu wählen. Doch Vorsicht: Dies kann zu Bildrauschen führen, mit dem man bei der Tierfotografie bei weniger optimalen Lichtverhältnissen aber rechnen muss.

Actionmodus - Tiere in Bewegung

Erdmännchen ganz nah

Generell ist es bei Tieraufnahmen, wenn man nicht gerade Faultiere oder Koala Bären fotografiert, eine gute Idee, weniger lange Belichtungszeiten zu wählen, da das "Fotomodel" meist nicht lange in einer Position verharrt, sondern ständig in Bewegung ist. Durch kürzere Verschlusszeiten können zumindest grobe Verwackler vermieden werden.
Wer seine Fotos mit einer Kompaktkamera mit automatischen Einstellungen knipsen möchte, sollte mit dem Actionmodus experimentieren. Eigentlich für Sportaufnahmen gedacht, eignet er sich auch für alle übrigen bewegten Motive gut.

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Smartphone-Tipp: Diejenigen, die Ihr Smartphone verwenden, sollten vor dem Drücken des Auslösers fokussieren. Dazu tippen Sie einfach auf dem Display auf ihr Fotomotiv. Die Smartphonekamera stellt sich dann automatisch scharf und passt die Belichtung an.
 

Makroaufnahmen – kleine Tiere ganz groß

Zugegeben, viele Zootiere wie Elefanten, Giraffe und Co. haben eine beeindruckende Größe. Doch auch die kleinsten Zoobewohner sind durchaus reizvolle Fotomotive. Besonders, wenn man an seine Makrolinse gedacht hat. Versuchen Sie es doch einmal selbst. Achten Sie dabei auf die Schärfentiefe, die bei der Makrofotografie nur wenige Millimeter beträgt. Deaktivieren Sie – falls möglich – den automatischen Fokus Ihrer Kamera und entscheiden Sie selbst, welcher Part des Bildes scharf sein soll und welcher nicht. Auch hier gilt: Die Fotos werden interessanter, wenn man sich auf Augenhöhe des Fotomotives begibt und nicht vergisst, dass die Augen des Tieres immer scharf gestellt sein müssen.

Bei den meisten Kompaktkameras ist die Makroeinstellung mit einem Blumensymbol gekennzeichnet. Diese Einstellung kann allerdings dazu führen, dass zu viele Bereiche des Fotos scharf sind und damit der besondere Reiz der Makrofotografie, den gerade das Spiel mit Schärfe und Unschärfe ausmacht, verloren geht. Falls das bei Ihrer Kamera möglich sein sollte, können Sie stattdessen versuchen, das Motiv so nah wie möglich heranzuzoomen, bevor die Kamera automatisch in den Makromodus umschaltet, um so ähnliche Ergebnisse zu erzielen, wie mit einer Systemkamera.

Smartphone-Tipp: Smartphonenutzer sollten entweder ebenfalls so weit wie möglich heranzoomen, oder aber eine Makrolinse verwenden, die es ab circa 5-10 Euro je nach Handymodell und Qualität der Linse zu kaufen gibt, oder die einfach selbst gebastelt werden kann (siehe Fototipp 7: Makroaufnahmen Blumen und Blüten).
 

Die Augen sind das Fenster zur Seele

Was schon Leonardo da Vinci richtig erkannt hat, gilt auch bei der Tierfotografie. Daher sollte beim Fokussieren darauf geachtet werden, dass die Augen des Fotomodels – egal wie groß oder klein es ist – immer scharf gestellt sind. Sind die Augen des Tieres verschwommen, verliert das ganze Foto an Ausdruck. Wenn möglich, sollten Sie außerdem versuchen, die Kamera auf Augenhöhe des Tieres zu halten, bevor Sie auslösen. Dadurch wirkt das Foto lebendiger.

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