Selfies – tolle Tipps für
Ihr Selbstporträt

Fototipp

#13

Selfies – mit einem Smartphone aufgenommene Selbstporträts – sind nicht nur unter Prominenten sehr beliebt. Sie haben längst schon Einzug in die Alltagsfotografie gefunden. Und so ist es kaum verwunderlich, dass sich zahlreiche Selfies in sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram, Twitter und Co. tummeln. Allerdings nicht immer in optimaler Qualität. Der Grund liegt quasi auf der Hand: Beim munteren Selbstfotografieren schleichen sich oftmals Verwackler ein oder das Bild wirkt milchig. Klar, bei einem Selfie geht es natürlich nicht um Perfektion, jedoch haben wir Ihnen wieder ein paar tolle Tipps zusammengestellt, damit Ihr nächstes Selfie noch spannender wirkt.

Selfies auf Partys

Eins der obersten Gebote der Selfies Fotografie ist lautet: Habe Spaß und sorge auf Deinem Foto dafür, dass der Betrachter des Bildes diesen Moment nachempfinden kann. Was würde sich dafür besser eignen, als ein Foto eines lustigen Abends, den man mit Freunden beispielsweise auf dem Oktoberfest verbracht hat.

Doch Obacht, auch bei der Party-Selfie-Fotografie gilt: Ein Foto aus der richtigen Perspektive geknipst kann einen großen Unterschied in Punkto Qualität und Ästhetik machen. Hier kommt die sogenannte „Schokoladenseite“ ins Spiel. Der Begriff Schokoladenseite zielt darauf ab, dass jeder Mensch eine Gesichtshälfte besitzt, die ihn fotogener erscheinen lässt. Verantwortlich dafür ist die Asymmetrie unseres Gesichtes, denn die beiden Gesichtshälften eines Menschen sind nicht 100% symmetrisch.

Selfies auf Partys

Falls Sie bereits wissen, welche Seite das bei Ihnen ist, versuchen Sie die Kamera in einer Perspektive auszurichten, die diese Gesichtshälfte zur Geltung bringt und positionieren Sie sich und Ihre Freunde so, dass alle von Ihnen die Gelegenheit haben, ihre beste Seite zu zeigen. Wenn Sie nicht noch nicht sicher sind, welche Seite das bei Ihnen ist, probieren Sie einfach aus, aus welchem Blickwinkel Sie sich besser auf dem Foto gefallen. Ein weiterer, guter Tipp ist, die Kamera von oben leicht schräg nach unten abgewinkelt zu halten. Das lässt Augen größer und die Personen auf dem Foto etwas schmaler erscheinen.

Auch das Experimentieren mit Filtern kann sich lohnen und hat schon so manches Foto aufgehübscht, das sonst eventuell zum Beispiel wegen schlechter Lichtverhältnisse weniger gut ausgesehen hätte. Diese können entweder vorab gewählt (die meisten Handykameras haben mehrere Auswahlmöglichkeiten), oder hinterher auf das fertige Foto angewandt werden, wie zum Beispiel vor dem Upload auf Facebook. Denn auch das soziale Netzwerk bietet seinen Nutzern eine reichhaltige Auswahl an Filtern.

Was Sie als Selfie-Fotograf beachten sollten

Die Smartphone-Kamera

Selfies werden oftmals mit ausgestrecktem Arm durchgeführt. Das Ruhighalten der Kamera ist dabei schon manches Mal eine Herausforderung. Umso schwieriger wird es, wenn Sie versuchen, den Displayauslöser Ihrer Handykamera zu nutzen. Häufig entstehen dadurch Malheurs und das Bild ist dahin.

Doch nun die gute Nachricht: Viele Smartphones präsentieren bereits eine einfache Lösung. So verfügen manche Modelle über einen eigens für diese Zwecke vorgesehenen Hardware-Auslöseknopf. Andere Geräte lassen sich wiederum über den Lautstärkeregler bedienen oder warten mit einer Selbstauslösefunktion auf. Das ermöglicht Ihnen einerseits ein bequemeres Fotografieren und andererseits reduziert es die Verwacklungsgefahr.

Aber nicht nur der Auslöseknopf ist eine wichtige Funktionalität auf dem Weg zum gelungenen Selfie. Die meisten Smartphones haben eine Haupt- und eine Frontkamera. Die Hauptkamera macht zwar in der Regel schärfere Aufnahmen, jedoch eignet sie sich für Selfies eher nicht. Der Grund: Wenn Sie die Hauptkamera wählen, dann haben Sie weniger Kontrolle über den Bildausschnitt und müssen somit oft mehrere Fotos machen. Dabei kann die Stimmung längst verflogen sein. Daher unser Rat: Nutzen Sie lieber die Frontkamera. Der Vorteil liegt hier klar auf der Hand. Sie können sofort den Bildausschnitt korrigieren und haben im Handumdrehen ein tolles Selfie geknipst.

Selfie vor einem Hafen
Selfie vor einem Hafen Selfie von drei Freundinnen Touristen-Pärchen Teenager-Pärchen

Mit der richtigen App zum Wunschergebnis

Probieren Sie nach dem Fotografieren die entsprechenden Apps aus. Auch wenn viele Smartphones bereits ab Werk brauchbare Bildbearbeitungsmöglichkeiten liefern, kann man mit der einen oder anderen App dennoch viel mehr aus dem Bild rausholen. Je nach App lassen sich unter anderem verschiedene Dekoelemente hinzufügen, oder sogar komplexere Aufgaben erledigen. Mit "Lightroom Mobile" für das iPhone steht Ihnen zum Beispiel schon ein tolles Bildbearbeitungsprogramm zur Verfügung. Es muss aber nicht immer der große Hammer ausgepackt werden. Apps wie "Instagram" stellen auch tolle Filter zur Nachbearbeitung bereit, die Spaß machen und Ihr Selfie verschönern.

Der Hintergrund

Handykameras haben – bedingt durch das kleine Sensorformat – eine beträchtliche Schärfentiefe. Das heißt, der Hintergrund wirkt nicht verschwommen, sondern ist "gestochen" scharf. Oftmals ist man allerdings viel zu sehr aufs Fotografieren konzentriert und blendet dabei völlig die Umgebung aus. Ein unaufgeräumtes Zimmer oder möglicherweise störende Personen geraten dabei in Vergessenheit. Ein Kleiderchaos im Schrank ziert nicht gerade das Bild und auch ein unruhiger Hintergrund kann die Aufmerksamkeit des Betrachters von Ihnen weglenken. Wählen Sie daher auch bei aller Spontanität den Hintergrund bewusst aus. Einfarbige Hintergründe sind dabei optimal, um Sie in den Mittelpunkt zu rücken. Seien Sie sich auch vorher im Klaren darüber, dass nicht jeder auf Ihrem Foto zu sehen sein möchte. Also lieber aufpassen, so vermeiden Sie unnötigen Ärger.

Selfie am Meer

Die Geheimtipps der Selfie-Profis

Heben Sie den Kopf etwas nach oben, damit Ihr Gesicht nicht im Schatten steht. Bei aller Fotoakrobatik sollte die Kamera natürlich nicht zu stark verwackelt werden. Denn Sie kommen unverwackelt am besten zur Geltung. Und dann immer schön locker und recht freundlich. Denken Sie einfach an etwas Verrücktes oder sagen Sie mal "Cheese". Verkrampftes Grinsen wirkt hingegen eher aufgesetzt. Zu guter Letzt ist auch der Abstand der Kamera zum Gesicht entscheidend. Ist dieser zu gering, können unschöne Details (zum Beispiel große Poren) aufgenommen werden. Achten Sie demnach auf einen ausreichenden Abstand.

Was Sie absolut nicht tun sollten

Besonders peinliche Selfies

Fragen Sie sich stets, ob Sie Ihr Selfie wirklich ins Internet stellen möchten. Einmal online gepostet, sind Bilder oft schwer oder gar nicht zu entfernen. Auch wenn ein Selfie im Moment lustig erscheinen mag, kann sich das ganz schnell ändern. Zum Beispiel dann, wenn sie wegen des peinlichen Selfies von einem Arbeitgeber abgelehnt werden. Personaler sammeln oftmals Informationen über Ihre Bewerber im Internet. Frivole Fotos von einer Fete könnten beispielsweise schon mal zum Entscheidungs­kriterium werden. Also verzichten Sie lieber auf das Hochladen von derartigen Späßen.

Grimassen sind nicht immer fotogen

Selfies zum falschen Anlass

In manchen Momenten sollte man vom Selfie ganz klar absehen. Beerdigungen oder Unfälle beispielsweise sind keine geeigneten Kulissen für ein Selfie. Es sei denn, man ist Barack Obama. Ebenso können Selfies an Gedenkstätten auf den Unmut Ihrer Mitmenschen stoßen. Zeigen Sie Taktgefühl und verschieben Sie Ihr Selfie auf einen anderen Zeitpunkt.

Vor dem Spiegel

Selfies vor dem Spiegel sind nicht nur außer Mode, sondern verderben auch die Bildqualität. Besonders dann, wenn Sie mit dem internen Kamerablitz fotografieren, entstehen störende Lichtreflexionen, die Ihr Selfie zunichtemachen. Wollen Sie Fotos vom ganzen Körper machen, dann bitten Sie lieber einen Freund um Hilfe. Im Anschluss daran können Sie mit Ihrem Freund noch ein tolles Gruppen-Selfie machen. Das bringt nicht nur mehr Spaß, sondern es entstehen zudem noch tolle Erinnerungsfotos.

Der Selfie-Stick für Smartphones

Möchten Sie den Bildausschnitt vergrößern? Dann nutzen Sie einen praktischen Selfie-Stick. Stecken Sie Ihr Smartphone einfach auf den Stick und lösen Sie mit einer Bluetooth-Fernbedienung aus.