Aufnahmen im perfekten Herbstlicht

Fototipp

#1

Für gelungene Landschaftsaufnahmen benötigen Sie eigentlich nur zwei Dinge: Ein passendes Motiv und günstige Lichtverhältnisse. Das beste Licht erleben Sie entweder in den frühen Morgenstunden oder zur Abenddämmerung.

Warme Farben zur frühen Morgenstunde

Landschaft in den Morgenstunden

Sie sind eher ein Langschläfer? Dann geben Sie sich einen Ruck. Als Frühaufsteher kommen Sie in den Genuss einer perfekt fotogenen Lichtgebung. Bringen Sie sich und Ihre Kamera bereits bei Sonnenaufgang in Stellung, dann steht die Sonne noch tief am Himmel. Genau richtig für Ihre Landschaftsaufnahme: Die Lichttemperatur ist angenehm warm und lange, sanfte Schatten verleihen Erhebungen viele interessante Konturen.

Waldaufnahmen lieber zur Mittagszeit

Waldaufnahmen zur Mittagszeit

In der Regel ist die Mittagszeit für Landschaftsbilder ungeeignet, da aufgrund der hochstehenden Sonne kurze, dunkle Schatten und hartes Licht viele Motive flach und langweilig aussehen lassen. Eine Ausnahme gibt es dennoch: Beim Fotografieren im Wald ist die Mittagssonne die richtige Wahl, weil zu dieser Zeit das meiste Licht auf die Blätter fällt. Übrigens: Baumkronen, dichtes Geäst und Blätter sind längst nicht immer Störfaktoren. Mit ihrer Hilfe können auch bei Gegenlicht beeindruckend schöne Herbstbilder gelingen.

Der Reiz der Abenddämmerung

See bei Abenddämmerung

Das späte Tageslicht, circa eine Stunde vor Sonnenuntergang, eignet sich ebenfalls prima für Herbstbilder, da die Sonne tief genug steht für sanfte Schatten und warme Lichtverhältnisse. Bei guten Wetterverhältnissen entstehen wunderschöne Herbstbilder.

Tipps zur Nachbearbeitung digitaler Bilder

Sollten Sie beim Betrachten Ihrer Ergebnisse feststellen, dass die Farbstimmung zu wünschen übrig lässt, ärgern Sie sich nicht. Farben lassen sich mit Hilfe einer Bildbearbeitungssoftware gut nachbearbeiten. Beispielsweise können Sie mit Fotofiltern die Lichtstimmung verändern oder Farbtöne selektiv verstärken und abschwächen.

Tipp: Machen Sie zuerst eine Sicherheitskopie von der Aufnahme, denn durch das Experimentieren mit Einstellungen und Gegenkorrekturen kann die Qualität eines Bildes unwiderruflich verloren gehen. Im Folgenden sehen Sie, wie Bilder in Photoshop und im frei verfügbaren Bildbearbeitungsprogramm Gimp farblich angepasst werden können.

Photoshop

  1. Nachdem das Bild in Photoshop geöffnet ist klicken wir in der horizontalen Menüleiste auf › Bild und dann im Drop-Down-Menü auf › Korrekturen › Selektive Farbkorrektur.
  2. Da nur Rottöne und Gelbtöne angepasst werden sollen, wählen wir als Korrekturbereiche jeweils diese beiden Farbtöne im Pop-Up-Menü und verändern sie nach Belieben. Um die Änderungen am Bild zeitgleich sehen zu können, wählen wir zuvor im Pop-Up-Menü die Vorschau Box aus.
  3. Damit die Farbstimmung noch deutlicher wird, färben wir auch die Grautöne leicht gelblich und rötlich.
  4. Um Verfärbungen von weißen Bereichen zu verhindern, verstärken wir auch die Intensität der Weißtöne.
  5. Zum Schluss verbessern wir auf einfache Weise die Tonwerte: Wir gehen wieder über › Bild › Korrekturen › Helligkeit/Kontrast. Dort erhöhen wir die Kontraste etwas und hellen das Bild leicht auf.

Bearbeiten Sie Ihre Fotos in Gimp

  1. Wir öffnen das Bild in Gimp.
  2. Im Bedienfeld Farbton/Sättigung intensivieren wir Rottöne und Gelbtöne: Bild › Farben › Farbton/Sättigung.
  3. Wir öffnen das Bild in Gimp.

Helligkeit und Kontrast der Aufnahme bearbeiten
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