So fotografieren Sie
schöne Sommergewitter

Fototipp

#25

Diesige Atmosphäre, dunkle Quellwolken und grelle Blitze: Ein Sommergewitter wirkt unglaublich faszinierend. Die Kunst ein solch atemberaubendes Spektakel einzufangen, lockt passionierte Hobbyfotografen an, denn bei Blitz und Donner können mit ein paar Kniffen, fantastische Aufnahmen entstehen.

Die Herausforderung beim Fotografieren eines Sommergewitters besteht in den Lichtverhältnissen. Durch das rasche Aufblitzen am Himmel, erhellt sich dieser für Sekundenbruchteile, ansonsten ist ein gewittriger Horizont dunkel und bietet nicht viel Licht. Kein Blitz gleicht dem anderen. Für gute Gewitteraufnahmen braucht man also neben den richtigen Tricks und passenden Equipment auch ein wenig Glück und Geduld.

Aufnahmen von Blitzen bei einem Sommergewitter

Welche Ausrüstung benötigt man?

Bei Gewitterfotografie ist ein Stativ hilfreich. Da die Lichtverhältnisse bei einem Gewitter sehr unterschiedlich sind, kommt man zudem am besten mit einer Kamera klar, bei der man die Belichtung manuell einstellen kann. Oft muss man ein wenig herumprobieren, um die idealen Einstellungen zu finden.

Wenn Sie ein Objektiv nutzen, sollten Sie auf ein Weitwinkelobjektiv setzen. Damit können Sie weitere Teile des Horizonts abbilden. Wenn möglich, sollten Sie Ihr Objektiv außerdem mit einer Sonnenblende ausstatten, um Streulicht zu vermeiden. Durch die Helligkeit der Blitze und der langen Belichtungszeit, kann Streulicht sonst zu einem schlechten Bildergebnis führen.

Ausrüstung bei Gewitterfotografie

Wie stellt man die Kamera richtig ein?

Wenn die Kamera über einen Serienbildmodus verfügt, sollten Sie diesen nutzen. Genau im richtigen Moment den Auslöser zu drücken ist manchmal schwierig. Also nutzen Sie diese Funktion, auch wenn Sie dann einige unspektakuläre Bilder mit vor die Linse bekommen, für eine aufregende Gewitter-Aufnahme lohnt sich der Aufwand allemal.

Was die Belichtung betrifft, empfehlen Experten, mit einer langen Belichtungszeit (auch Verschlusszeit) zu arbeiten. Der ISO-Wert sollte mit 100-200 niedrig gehalten werden. Der ISO-Wert entscheidet über die Lichtempfindlichkeit bei Ihrer Aufnahme. Mit einem niedrigen ISO-Wert erzielen Sie bei Aufblitzen am Himmel eine bessere Bildqualität in der diesigen Kulisse des Gewitters ohne das Bild zu grobkörnig werden zu lassen. Statt den Autofokus auszuwählen, sollten Sie lieber manuell fokussieren. Durch die rasche Bewegung des Blitzes, wird der Fokus beeinflusst und lässt Ihr Bild unscharf wirken.

Die Nachbearbeitung

Fotonachbearbeitung am Computer

In die Nachbearbeitung Ihrer Bilder sollten Sie ein wenig Zeit investieren.

Wenn Sie tolle Aufnahme herausgesucht haben, können Sie diese bereits mit einem simplen Fotobearbeitungsprogramm aufwerten. Durch die lange Belichtungszeit, die Sie für ein gelungenes Gewitter-Motiv einstellen müssen, fehlt es dem Foto letztendlich oft an Kontrast. Bilder bei denen dies der Fall ist, sollten Sie jedoch nicht gleich aussortieren. In vielen Bearbeitungsprogrammen können Sie die Tonwertkurve des Bildes editieren. Erhöhen Sie den Kontrast der hellen Bildpartien und schon fängt Ihr Blitz an zu leuchten. Bedenken Sie auch hier das Mantra: „Weniger ist manchmal mehr“ und tasten Sie sich an die ideale Einstellung heran.