Makroaufnahmen Blumen und Blüten

Fototipp

#7

Der Frühling naht und auch die Blumen blühen bereits. Die kommenden Wochen sind daher die beste Zeit für prachtvolle Blütenaufnahmen. Frühzeitig haben wir für Sie wieder praktische Fototipps zusammengetragen, damit auch Ihre Blumenfotos in voller Schönheit erstrahlen.

Auf den Standpunkt kommt es an

Bildausschnitt bestimmen: Überlegen Sie sich beim Fotografieren von Pflanzen, ob Sie lieber Details der Blüte herausarbeiten oder die Blume als Ganzes fotografieren wollen. Wenn Sie einen ausgewählten Teil des Blütenblattes oder einen Teil der Blume möglichst nah heranzoomen können Sie einen dynamischen Effekt erzeugen. Falls Sie ein Makro-Objektiv verwenden, können Sie sogar noch leichter heranzoomen. Alternativ dazu lohnt es sich zu überlegen, ob ein Ensemble von gleichartigen Blüten nicht auch gut in Ihre Fotostrecke passt.

Perspektiven wählen: Blumenfotos, die von oben aufgenommen worden sind, wirken unter Umständen langweilig. Suchen Sie deshalb lieber nach einem Blickwinkel, der nicht ganz so alltäglich ist. Fotografieren Sie doch einmal die Blume seitlich oder von unten. Ihre Bilder werden dadurch noch interessanter.

Die Makrofotografie bietet zudem mehr Freiheiten im Bezug auf die horizontale Ausrichtung. Da sich viele Blumen zur Seite neigen, können Sie Ihre Kamera ebenfalls schräg zum Horizont ausrichten.

Tonwertkorrektur: Damit das Farbspektrum optimal ausgenutzt wird, haben wir Im Bild oben mit der kostenlosen Bildbearbeitungssoftware Gimp (www.gimp.org) eine Tonwertkorrektur vorgenommen. Nehmen Sie diese von Hand vor, da Sie hier mehr Einfluss auf das Ergebnis haben.
Blumenmotive aus dem perfekten Blickwinkel fotografieren

Mit Unschärfe und Lichtverhältnissen arbeiten

Mit Unschärfe und Lichtverhältnissen gelungene Blumenmotive erzielen

Schärfentiefe beachten: Wie im Fototipp Nr. 6 bereits erwähnt beträgt die Schärfentiefe bei Makroaufnahmen nur wenige Millimeter. Die geringe Schärfentiefe können Sie sich bei der Gestaltung Ihrer Motive zu Nutze machen. Falls Sie beispielsweise mit der Zeitautomatik beginnen (Modus A) und die kleinste Blende, die Ihr Objektiv zulässt, verwenden und dann eine Blume fokussieren, wird der Hintergrund dabei unscharf und die Blüte sticht in den Vordergrund.

Diffuses Licht in Innenräumen: Falls Sie Ihre heimischen Blumen und Pflanzen fotografieren möchten, dann achten Sie darauf, diese in der Nähe eines Fensters zu positionieren, durch das kein direktes Sonnenlicht reinkommt. Fällt das Licht seitlich auf die Blume, wirkt diese nicht so flach. Positionieren Sie die Kamera auf Augenhöhe mit der Pflanze. (am besten mit einem Stativ). Ihre Aufnahme wird dadurch deutlich harmonischer.

Unschärfen: Es ist oft nicht möglich, einen durchgehenden Schärfenverlauf zu erzielen. Sie können allerdings Unschärfen gezielt in Ihr Motiv einarbeiten. Im Bild links wurde der Fokus auf die hinteren Pflanzen gelegt und der Vordergrund bewusst unscharf fotografiert.

Blumen bei unterschiedlichen Wetterverhältnissen

Unterschiedliche Wetterverhältnisse für Blumenfotos

Regentropfen erwünscht: Der Zeitpunkt kurz nach einem Regen ist ideal, um Blumen zu fotografieren. Die reflektierenden Regentropfen auf den Blütenblättern bieten ein tolles Makromotiv. Um Unschärfen zu vermeiden, verwenden Sie am besten ein Stativ und verwenden idealerweise ein Makro-Objektiv oder das Makro-Programm Ihrer digitalen Kamera. Sollte der gewünschte Regen allerdings auf sich warten lassen, können Sie auch selbst Regentropfen erzeugen, indem Sie die jeweilige Pflanze leicht mit Wasser besprühen.

Wind erwünscht?: Ein plötzlicher Wind hat schon so manches Blumenmotiv verdorben. Um dem Problem gekonnt aus dem Weg zu gehen, wechseln Sie in die Blendenautomatik und verringern dann die Verschlusszeit auf mindestens 1/250. Dadurch werden die Windbewegungen quasi eingefroren. Sollten Sie hingegen die Bewegung der Blumen einfangen wollen, arbeiten Sie ruhig auch mit längeren Verschlusszeiten (ein Vorschlag), bis Sie mit ihrem Resultat zufrieden sind.

XXL-Bilder bestellen

Bei schlechtem Wetter:

Kein Problem, wenn das Wetter mal wieder nicht mitspielt. Auch daheim lassen sich exzellente Blumen- und Pflanzenaufnahmen machen. Sie besorgen sich Ihre Wunschmotive einfach aus dem Blumenladen und verlegen das Shooting ins Wohnzimmer oder auf den Balkon.

Makroaufnahmen mit dem Smartphone

Auch wer keine Spiegelreflex- oder Kompaktkamera besitzt, muss nicht auf Makroaufnahmen verzichten. Die meisten Smartphones verfügen mittlerweile über hochwertige, eingebaute Kameras, mit denen man mit sehr günstigem Zusatz-Equipment tolle Makroaufnahmen machen kann.

Makro Linsen für das Smartphone: Spezielle Makro-Linsen kann man– je nach Qualität bzw. Befestigungsmethode – schon ab circa 3 Euro plus Versand auf ebay oder Amazon bestellen. Angebracht werden sie entweder auf einem dünnen, selbstklebendem und einfach wieder abzulösendem, Metallring, auf dem die Linse magnetisch befestigt wird, oder mit einem Gummiband.

Wer ganz aufs zusätzliche Geldausgeben verzichten möchte, kann sich auch eine Makrolinse für sein Smartphone aus einer Linse eines alten DVD Players, der nicht mehr benötigt wird, basteln. Die lässt sich ganz einfach mit etwas Knetgummi auf dem Smartphone befestigen. Anleitungen hierfür findet man auf youtube. Ist die Zusatz Linse einmal am Smartphone angebracht, kann es auch schon losgehen.

Makroaufnahme Insekt
Makroaufnahme Insekt

Das Handy am Motiv ausrichten: Zunächst sollten Sie die Kamera des Smartphones nah an das Objekt, das Sie fotografieren möchten heranbringen. Da jedes Smartphone eine unterschiedliche Nahstellgrenze hat, sollte der Abstand bei circa 7 cm liegen. Hält man das Handy zu nah an sein Motiv, kann das Smartphone nicht mehr richtig fokussieren. Hier heißt die Devise also: Einfach ausprobieren.

Schärfentiefe: Die „Schärfentiefe“ justiert man durch das Tippen auf den Bildschirm. So kann der Fokus auf bestimmte Bereiche des Bildes gelegt werden, währen die anderen Elemente im Bild leicht unscharf werden.

Stativ oder ruhige Hand: Auch bei der Fotografie mit dem Handy gilt – gut werden die Aufnahmen nur, wenn die Kamera während des Auslösens sehr ruhig gehalten wird. Wer von Natur aus über kein ruhiges Händchen verfügt, kann auch hier ein Stativ zur Hilfe nehmen, oder den Arm so abstützen, dass die Kamera nicht wackelt.

Licht: Wer draußen unterwegs ist, sollte darauf achten, dass das Fotomotiv ausreichend belichtet ist und man nicht versehentlich durch den eigenen Körper unerwünschte Schatten auf sein Motiv wirft. Tipp: Unter Zuhilfenahme einer kleinen LED-Leuchte lassen sich effektvolle Makroaufnahmen gestalten.

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